Dark Forest
To. The. Forest. Of. Denial.
Und hier ist sie wieder, immer noch umgeben von einer Horde von Menschen, in deren Mitte sie steht.
Und dennoch beschleicht sie dann und wann das Gefühl, dass sie im wahrsten Sinne der Worte fehl am Platz ist. Denn die Menschen sehen sie nicht an. Aber sie weiß, dass wenigstens manche sie sehen. Sie erkennen. Nicht nur mit den Augen.

Überhaupt sind in letzter Zeit stetig Dinge geschehen, mit denen sie nicht gerechnet hätte. Dinge, die für sie unbekannt waren, Neuland. Menschen, die nicht um sie herum standen, passierten ihren Kreis und lächelten sie an. Wie sie kamen, gingen sie auch wieder - gleich einem Kometen waren sie schnell fort. Und dennoch hinterließen sie einen Teil ihres strahlenden Lichtes im vermeintlichen Dunkel.

Der Winter ward vorüber gegangen. Blumen sprossen, wo einst nur Schnee und Eis lag. Alles schien wie verwandelt - jedoch ward es verwandelt, somit schien es nicht nur so. Die dunklen, kalten Mächte, die ihren Garten stetig in Kälte und Finsternis hüllen wollten, waren gebrochen, gebrochen von den Lichtstrahlen verschiedener Sonnen, die für sie aufgingen, für sie allein, und für ihren Garten, der nicht mehr in Ödnis gehüllt sein sollte. Und auch in den Nächten war sie nicht allein: sie bemerkte erstmals die Sterne, die ihr Firmament prägten, die scheinbar nur für sie auf sie und ihren Garten herabschienen. So begann sie auch die Nacht zu beobachten, und erfreute sich, wannimmer sie einen neuen Stern zu erblicken vermochte. Sie liebte ihre Sterne so sehr wie ihre Sonnen, sie liebte ihr Firmament. Aber am allermeisten liebte sie die Dämmerung, wo sie all ihre Gestirne sehen durfte.
27.8.08 10:59
 


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